
Das Wichtigste in Kürze
Der Immobilienmarkt ist anspruchsvoll, aber er bietet engagierten Quereinsteigern echte Chancen. Denn „Immobilienmakler" darf sich grundsätzlich jeder nennen, der die behördliche Erlaubnis hat – ein Studium oder eine spezielle Ausbildung sind nicht vorgeschrieben. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Voraussetzungen du für den Quereinstieg erfüllen musst, wie du an die Zulassung kommst und womit du verdienen kannst. Passende Stellen in der Immobilienbranche findest du in der Jobbörse von meinestelle.de.

Ja. Der Quereinstieg in die Immobilienbranche ist ausdrücklich möglich. „Immobilienmakler" ist keine geschützte Berufsbezeichnung und setzt keine bestimmte Ausbildung voraus. Erfolgreiche Makler kommen häufig aus Branchen wie Vertrieb, Finanzen, Bauwesen oder Kundenservice – dort haben sie bereits wichtige Kompetenzen erworben.
Entscheidend für deinen Erfolg sind weniger formale Abschlüsse als vielmehr:
Wer selbstständig Immobilien vermittelt, braucht eine Maklerzulassung nach § 34c GewO. Für die Erlaubnis musst du:
Die Erlaubnis beantragst du bei der zuständigen Behörde (Gewerbe- oder Ordnungsamt). Die Kosten liegen je nach Stadt zwischen rund 120 und 820 Euro.
Wichtig: Wenn du angestellt in einem Maklerbüro arbeitest, brauchst du keine eigene § 34c-Erlaubnis – die deines Arbeitgebers genügt. Für den Quereinstieg ist das oft der einfachste Weg.
Eine formale Ausbildung ist nicht Pflicht, fachliches Wissen aber unverzichtbar. Zwei Punkte sind wichtig:
Der Verdienst ist stark provisionsabhängig und schwankt entsprechend:
Gerade am Anfang solltest du eine finanzielle Anlaufphase einplanen, bis die ersten Provisionen fließen. Wer im Angestelltenverhältnis startet, hat es hier leichter.
Tipp: Hebe in deiner Bewerbung übertragbare Stärken aus deinem alten Beruf hervor – Vertrieb, Kundenkontakt und Abschlussstärke zählen in der Immobilienbranche besonders.
Der Immobilienberuf bietet Quereinsteigern attraktive Perspektiven – vorausgesetzt, du bringst Eigeninitiative mit. Typische Entwicklungswege sind:
Im Alltag wechseln sich Besichtigungen von Objekten, Beratungsgespräche, die Erstellung von Exposés und Verhandlungen ab – ein abwechslungsreicher Mix, der Vertriebstalent belohnt. Deine Verdienstmöglichkeiten hängen stark von Engagement, Netzwerk und Marktkenntnis ab: Wer regelmäßig Abschlüsse erzielt, kann im Immobiliengeschäft überdurchschnittlich verdienen.
Gerade am Anfang zahlt sich der Aufbau von Kompetenzen aus: Marktkenntnis, rechtliches Grundwissen und Verhandlungsgeschick. Eine Umschulung oder ein IHK-Lehrgang verschafft dir nicht nur Wissen, sondern auch Vertrauen bei Eigentümern und Käufern. Wichtig ist außerdem ein verlässliches Auftreten – im Immobiliengeschäft entscheiden Seriosität und Erreichbarkeit oft über den Zuschlag. Wer dranbleibt, hat in einer Branche mit dauerhaft hoher Nachfrage gute Karrierechancen.
Kann ich ohne Ausbildung Immobilienmakler werden? Ja. Eine bestimmte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Für die selbstständige Tätigkeit brauchst du aber eine Erlaubnis nach § 34c GewO.
Was kostet die Maklerzulassung nach § 34c GewO? Je nach Stadt und Behörde etwa 120 bis 820 Euro. Dazu kommen Nachweise wie das Führungszeugnis.
Welche Voraussetzungen brauche ich? Du musst volljährig, zuverlässig und in geordneten Vermögensverhältnissen sein.
Gibt es eine Weiterbildungspflicht? Aktuell ja: mindestens 20 Stunden in drei Jahren. Eine Abschaffung wird derzeit diskutiert.
Brauche ich als Angestellter eine eigene Erlaubnis? Nein. Im Angestelltenverhältnis genügt die § 34c-Erlaubnis des Arbeitgebers.
Wie viel verdient man als Immobilienmakler? Das Einkommen ist stark provisionsabhängig. Angestellte erhalten oft ein Fixgehalt plus Provision, Selbstständige verdienen ausschließlich über Abschlüsse.
Der Quereinstieg als Immobilienmakler ist einer der offensten überhaupt: keine vorgeschriebene Ausbildung, dafür klare Spielregeln über die § 34c-Erlaubnis. Wer Vertriebstalent, Fachwissen und ein gutes Netzwerk mitbringt, hat echte Chancen – gerade im Angestelltenverhältnis als sicherer Einstieg. Plane eine finanzielle Anlaufphase ein, investiere in Weiterbildung und baue dir Schritt für Schritt einen Ruf als verlässlicher Ansprechpartner auf.
Stand: Juni 2026. Angaben zu Kosten und Verdienst sind Orientierungswerte. Die Weiterbildungspflicht kann sich ändern – prüfe den aktuellen Stand bei deiner IHK.
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